Mit Kindern über G20 Sprechen

am 03.06 findet der erste Workshop für Erwachsene (mit Kinderangebot) um 14.00Uhr im Centro Sociale statt.

am 10.06 folgt dann der Workshop für Kinder (mit Erwachsenenbetreuung) ebenfalls um 14.00Uhr im Centro Sociale.

Aufruf:

Seit mittlerweile drei Jahren gibt es uns Rotznasen.
Wir haben uns damals zusammengetan, um dafür einzutreten, dass auch Kinder und ihre Bezugspersonen ein selbstverständlicher Teil der radikalen Linken sein können.
Leider müssen wir nach drei Jahren feststellen: Es hat sich nichts geändert.
Mehr als deutlich wird uns das anhand der Vorbereitungen auf den G20- Gegenprotest.
Hier werden Kinder nur zum Thema, wenn es darum geht wo sie bleiben können, während die Erwachsenen Politik machen.

Auch wir als Gruppe werden allein zu Betreuungszwecken angefragt.
Zwar sehen wir es durchaus als Fortschritt an, dass das Organisieren von Kinderbetreuung nicht mehr allein in der Verantwortung der Bezugspersonen gesehen wird und somit deren politischer Aktivismus nicht mehr maßgeblich von ihren sozialen Kontakten abhängt.

Jedoch sollte der Anspruch nicht bei der Teilhabemöglichkeit der Bezugspersonen aufhören.

Denn auch Kinder werden massiv vom G20- Gipfel betroffen sein und haben ein Recht mitzugestalten, sich auszutauschen und ihre Meinung zu sagen.

Betroffen werden sie sein von Einschränkungen im Alltag, von möglichen Repressionsmaßnahmen ihren Bezugspersonen gegenüber, von eventuellen Hausdurchsuchungen oder schlichtweg auch – wie wir alle – von den Gesprächen und Entscheidungen dieses Gipfels.

Aber wer redet mit Kindern über diesen Gipfel?

Und über die damit verbundenen politischen Themen?

Diese Gespräche werde in unserer Gesellschaft allein Bezugspersonen überlassen, die dann Worte dafür finden müssen.
Eine radikale Linke macht sich nicht die Mühe gesellschaftliche Problematiken, die alle Mitmenschen betreffen – die großen wie die kleinen – in einer Sprache zu formulieren, die auch alle verstehen können.

Kinder sind genauso betroffen von und involviert in diese gesellschaftlichen Problematiken.

Wir fordern daher klar, dass auch ihnen der Zugang zur Teilhabe, zu Gesprächen und Austausch und zu eigenem Handeln ermöglicht wird.
Dass auch sie mitgedacht werden.



Im Juli treffen sich in Hamburg die Politiker*innen1 der 20 reichsten Länder der Welt. Das Treffen heißt „G20 Gipfel“.

Gipfel“ wird das Treffen deshalb genannt, weil die Chefs der Regierungen kommen.

Auf dem Gipfel beschäftigen die sich dann hauptsächlich mit dem Thema „Weltwirtschaft“, also zum Beispiel die Bedingungen, unter denen Sachen hergestellt und verkauft werden (z.B. Kleidung, Essen, Spielsachen, Autos).

Dass sich nur die 20 reichsten Länder treffen, bedeutet gleichzeitig, dass 174 Länder ausgeschlossen werden. Diese Länder dürfen also nicht mitreden und Entscheiden obwohl es auch um sie geht.

Zum Beispiel ist aus ganz Afrika (über 50 Länder und 3mal so groß wie Europa) nur ein einziger Staat beim G20 Gipfel vertreten, nämlich Südafrika.

In Hamburg selbst kann es in der Zeit um den Gipfel nervig werden.

Schon jetzt sehen wir gerade im Karoviertel viel mehr Polizei als sonst. Vor Allem vor den Messehallen, in denen sich die Politiker*innen treffen wollen, stehen sich Tag und Nacht Polizist*innen die Beine in den Bauch. Während des Gipfels selbst kommen mehr als 15 000 Polizist*innen nach Hamburg.

Manche Straßen oder Plätze werden in der Zeit abgesperrt sein, die dürfen wir dann nicht besuchen.

Es werden aber auch viele Menschen nach Hamburg kommen um laut zu sagen das sie keinen G20 Gipfel wollen.

Dafür sind schon mehrere Demonstrationen geplant.

Wir würden uns gerne vorher schonmal mit Euch allen treffen um über den kommenden G20 Gipfel zu reden.

Wir wollen zusammen versuchen, Antworten auf unsere Fragen zu finden.

Außerdem möchten wir uns mit Euch verabreden, um gemeinsam an einer der Demos gegen den G20 Gipfel teilzunehmen.

1: das * bedeutet das auch alle Menschen angesprochen werden sollen die sich
nicht als Mann oder Frau sehen


Noch mehr Termine:


Demovorbereitung / Transpiemalen in der Rotznasenküche am 25.Juni in der Flora

Kinderblock auf der Großdemo

Am Tag nach der Demo, Gemütliches beisammen sein im Garten des BDP in Harburg

Kindervokü 22.01. ab 12 Uhr in der Flora

Liebe Freund*innen!

Die erste Kindervokü in diesem Jahr findet am Sonntag, 22.01. ab 12 Uhr
in der Flora statt!
Es wird (Süß-)Kartoffelsuppe, Salat und Eis mit heißen Kirschen geben!
Wer kann da wiederstehen

Bringt gerne Tubberdosen für die Reste mit. Freebox für
Kinderklamotten-Tausch bringen wir mit.

Solidarisches Helau, rotznasen

Rotznasenküche am 23.10.

Liebe Freund*innen!

Die nächste Rotznasenküche findet am 23.10. ab 12 Uhr in der Flora statt.

Wir wollen wieder mit allen großen und kleinen Rotznasen gemeinsam kochen!

Falls ihr so früh noch nicht könnt ist das nicht schlimm, mensch kann auch später noch dazustoßen, schreibt einfach ne Mail, damit noch Essen da ist, wenn ihr kommt:).

Falls ihr euch vom übrigen Essen was mitnehmen wollt, bringt gern Tupperdosen oder sowas mit!

Die Freebox ist auch wieder am Start!

Wir freun uns auf euch

Rotznasenküche am 25.09.

Liebe Freund*innen!

Die nächste Rotznasenküche findet am 25.09. ab 12 Uhr in der Flora statt.

Wir wollen wieder mit allen großen und kleinen Rotznasen gemeinsam kochen!

Falls ihr so früh noch nicht könnt ist das nicht schlimm, mensch kann auch später noch dazustoßen, schreibt einfach ne Mail, damit noch Essen da ist, wenn ihr kommt:).

Falls ihr euch vom übrigen Essen was mitnehmen wollt, bringt gern Tupperdosen oder sowas mit!

Die Freebox ist auch wieder am Start!

Wir freun uns auf euch

Rote-Bete-Pesto!

Rezept:
Für 15 Personen
3 bissfest gekochte Rote Bete
100-200g angeröstete ungesalzene Erdnüsse
6-10 EL Zitronensaft
mind. 3 Zehen Knoblauch
mind. 120 ml Öl
Salz
Pfeffer
nach belieben Agavendicksaft

Etwas Wasser der gekochten Roten Bete inklusive aller anderen Zutaten mit einem Pürierstab mixen. Je nach Konsistenz mehr Öl oder Rote-Bete-Wasser hinzu. Fertig ist das Pesto.

28. Mai: Parade und Public-Hearing: Beyond Welcome – Eine andere Planung ist möglich!

[english text below]

Beyond Welcome: Eine andere Planung ist möglich!
Paradenbeginn um 14 Uhr Karolinenplatz/ Messehallen
Public hearing ab 16 Uhr Axel Springer Platz

Hamburg hat ein „Flüchtlingsproblem“? Nein, Hamburg hat ein Wohnungsproblem. Jahrzehntelang haben Immobilienentwickler*innen und Politiker*innen unsere Städte behandelt, als lebten in ihnen hauptsächlich Gutverdienende, als hätten Menschen mit kleinem Einkommen und Obdachlose kein Recht auf Stadt und als könnten die weltweiten Fluchtbewegungen Europa nicht erreichen. Die Flucht von über eine Million Menschen nach Deutschland vor Krieg, Armut und Terror hat deutlich gemacht, dass diese Stadtplanung verantwortungslos ist. Plötzlich wird klar, dass eine Politik, die immer „Ghettoisierung“ wittert, wenn es um Sozialwohnungen geht, an den historischen Herausforderungen unserer Zeit scheitert.

Die neoliberale Stadt hat keine Konzepte für bezahlbares, gutes und nachhaltiges Bauen hervorgebracht, sie hat den sozialen Wohnungsbau zum Investoren-Förderprogramm gemacht – und all das rächt sich nun.

Es ist allerhöchste Zeit, darüber zu sprechen, wie wir unsere Städte anders weiterbauen können. Deshalb wollen wir am 28. Mai zu einer Parade aus choreographierten Blöcken aufrufen, die in einer Versammlung unter dem Motto „Eine andere Planung ist möglich“ mündet. Wir starten am Karolinenplatz / Messehallen und greifen hier einen Vorschlag der Hamburgischen Architektenkammer auf: Wozu braucht Hamburg in zentraler Lage ein Messegelände, das den größten Teil des Jahres ungenutzt herumsteht? Geht das nicht auch an der Peripherie – und wie könnte eine Umnutzung aussehen? Wir beschließen die Parade auf dem Vorplatz des leerstehenden Axel-Springer-Hauses– 90.000 Quadratmeter Nutzfläche, die ideal wären, um ein Exempel für diese andere Planung zu statuieren. Der richtige Ort für ein Public Hearing, um über eine Stadt zu sprechen, in der Höher und Mehr nicht nur für die gilt, die es sich leisten können.

Wir brauchen eine Planung, die Plattformen von Teilhabe und Aushandlung mitdenkt,die die neuen Nachbarschaften zusammenbringt. Die nachhaltigen sozialen Wohnungsbau organisiert, in dem sie Genossenschaftsprojekte und neue Formen der Kommunalisierung auf den Weg bringt – statt mit den neuen Wohnsiedlungen für Geflüchtete ein Privatisierungsprogramm zum Wohle der Immobilienbranche anzuschieben. Nicht zuletzt brauchen wir eine Perspektive auf Wohnen, in der Herkunft und Status keine Rolle spielen.

Wir werden die Stadt nicht den „Not-in my-backyard“-Bürgerinnen und Bürgern überlassen, die die neuen Ankunftsstadtteile reflexartig als „Ghettos“ dämonisieren. Wir glauben auch nicht, dass die vom rot-grünen Senat durchgezogene Abschiebungsoffensive, die derzeit mehrere hundert Geflüchtete im Monat betrifft, irgendeine „Erleichterung“ bewirkt – sie ist ein grausamer und zum Scheitern verurteilter Versuch, das rechtspopulistische Mütchen zu kühlen – deshalb rufen wir auch zur Demonstration „Migration is a right! Deportation is a crime“ am 14. Mai 2016 auf. Die Stadt hat keine Obergrenzen, in den Städten bleiben Ankommende nicht fremd, das Wesen von Stadt ist Verdichtung – sie schafft Platz und macht schlau.
Netzwerk Recht auf Stadt & Never Mind the Papers

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Beyond Welcome: Another Planning is Possible
May 28 2016
Start of the parade at 2pm at Karolinenplatz / Messehallen
Public hearing from 4pm at Axel Springer Platz

Hamburg has a „refugee problem“? No, Hamburg has a housing problem. For decades real estate developers and politicians have treated our cities as if mainly high earners inhabited them, as if people with low income and the homeless had no right to the city – and as if the worldwide flows of forced migration weren’t able to reach Europe. The arrival of more than one million refugees fleeing war, poverty and terror has clearified that this way of city-planning is irresponsible. Suddenly it becomes clear that a policy that has constantly feared „ghettoisation“ when it comes to social housing will fail to cope with the historic challenges of our time. The neoliberal city has been unable to develop concepts for good, affordable and sustainable housing, it has turned the social housing scheme into a subsidy-scheme for investors – and all this lapses have come back to bite. Now it’s high time to talk about new ways to continue building our cities.

Thus, on May 28 we call for a parade of choreographed blocks, leading into a public hearing under the motto „A different planning is possible“. We will start at Karolinenplatz / Messehallen, following a suggestion of the Hamburg Chamber of Architects: Why does Hamburg need an exhibition center, unused for most of the year, in such a central location? How about moving it to outskirts and reusing the exhibition site? We end our parade at the square in front of the empty Axel Springer-house – a former editorial building of 90.000 square meter that would make a perfect example for a different kind of planning, the right place for a public hearing to debate on a city in which ‚higher and more’ does not only benefit those who can afford it.

What we need is a planning that includes platforms of access and mediation and brings together the new neighbourhoods, a planning which organises a sustainable form of social housing by bringing cooperatives and new forms of communalisation
into the game – instead of encouraging privatisation of public space for the benefit of the real estate sector under the premise of building new housing for refugees. Last but not least, we need a perspective on housing, where origin and status do not matter.

We will not leave the city to the Not-in-my-Backyard-citizens, who instinctively demonise the planned arrival-quarters as „ghettos“. Furthermore, we don’t believe that the deportation campaign, promoted by the governing Social Democratic and
Green Party – affecting hundreds of people every month – produces any relief. Instead, it is a cruel attempt, doomed to failure, to appease right-wing sentiments. Therefore, we also call for the manifestation „Migration is a Right! Deportation is a Crime!“ that takes place on May 14.

We believe that city has no upper limits. Newcomers don’t remain strange in cities.
Densification is the essence of the city – it produces spaces, provides chances and makes us all smarter.

Right to the City Network & Never Mind the Papers

flyer dt

flyer en

See also on facebook: https://www.facebook.com/events/125905007813941/

Kids Space und Workshops auf der Radical Bookfair Hamburg

Auch diese Jahr sind wir wieder mit einem Kids Space auf der Radical Bookfair in der Flora vertreten.
Am 11. und 12. Juni ab 11:00 Uhr bieten wir verschiedene Workshops und Stationen für klein und Groß an.
Geplant sind unter anderem:
Textildruck mit Stempeln (Stoffreste und etwas Kinderkleidung wird es auch vor Ort geben 🙂 )
Buchbinden
Fingerstempel
Lichttisch

Weiter Infos findet Ihr auch unter https://radicalbookfairhamburg.wordpress.com

Nächstes mal Kochen am 22.05 in der Flora

Liebe Freund*innen,
Am Sonntag den 22.05. wollen wir wieder mit euch kochen!
Diesmal gibts Bratlinge, Reis mit verschiedenem Gemüse und Currysoße.
Außerdem Milchshakes! Wie immer alles vegan!

Los gehts um 12 Uhr.
Wir sind wieder in der Flora.

Die Freebox haben wir auch dabei!
Wir freun uns auf euch!